Grundbetrags-Erhöhung ab dem 1. Januar 2023

Wie viele von Euch schon gehört haben, wird der Grundbetrag für Beschäftigte in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) ab dem 1. Januar 2023 um 17 Euro auf insgesamt 126 Euro erhöht.
Es sind neu weitere 7 Euro dazu gekommen.

Warum ist das so?

Und warum ist das gar nicht so gut, wie es auf den ersten Blick erscheint?

Grundsätzlich arbeiten wir in den Werkstätten solidarisch.
Das bedeutet, dass wir unsere Kollegen unterstützen, die aufgrund ihrer Erkrankung oder Behinderung nicht so viel der schnell arbeiten können. Eine gute Sache.

Unser aller Bezahlung ist aber in verschiedene Punkte aufgeteilt.
Ein Punkt ist der so genannte Grundbetrag.
Dieser ist gesetzlich durch unsere Bundesregierung an das Ausbildungsgeld gekoppelt.
Das bedeutet, dass wir Menschen mit Behinderung auch mehr Geld bekommen, wenn zum Beispiel Auszubildende auch im Berufs-Bildungs-Bereich mehr Geld bekommen durch das BAföG.
Was eigentlich ein guter Gedanke ist, bringt aber auf den zweiten Blick ein Problem mit sich.

Die Erhöhung vom Grundbetrag in der Werkstatt gilt für alle Beschäftigten.
Die die viel Arbeiten und die die nicht so viel arbeiten können. Grundsätzlich also eine faire Geschichte.
ABER:
Die Werkstätten erwirtschaften dadurch nicht mehr Geld und müssen trotzdem diese Erhöhung an uns zahlen.
Das kann nur dadurch geschehen, dass das Geld an anderer Stelle eingespart wird.
Da aber die Werkstätten alle Gewinne für uns Menschen mit Behinderung aufwenden müssen,
gibt es logischerweise auch nur die einzige Möglichkeit Geld zu einzusparen.
Bei uns.

Das bedeutet, dass die schwächeren Beschäftigten und die Menschen in den Berufs-Bildungs-Bereichen mehr Geld bekommen,
während die Menschen, die mehr Leistung erbringen können, Kürzungen in Kauf nehmen müssen.
Der solidarische Gedanke ist auf keinen Fall in Frage zu stellen, jedoch erweckt diese Situation auch Neid und macht unzufrieden.
Das ist absolut natürlich und verständlich.

Wir von der LAG Werkstatträte NRW haben dazu eine Stellungnahme an die Regierung geschrieben.

Hier betonen wir, dass es grundsätzlich eine gute Idee ist uns Menschen mit Behinderung mit der mehr Geld unterstützen zu wollen.
Aber wir sagen auch ganz klar, dass diese Grundbetrags-Erhöhung nicht bei allen Menschen in der Werkstatt ankommt.
Wir benötigen Unterstützung durch den Bund oder die Länder, da die Werkstätten diese Erhöhung nicht ohne Einschränkungen leisten können.

Das ist eine Forderung an die Regierung aus unserem Positions-Papier Arm trotz Arbeit:
Wir fordern, dass jetzt das Arbeitsförderungsgeld von 52 Euro auf 177 Euro erhöht werden soll.
Das bedeutet:
Der gesamte Grundbetrag von bald 126 Euro pro Monat plus die 52 Euro vom jetzigen Arbeitsförderungsgeld werden vom Staat übernommen.
Zusätzlich soll die Begrenzung von 299 Euro bei der Auszahlung des Arbeitsförderungsgeldes aufgehoben werden.
Das hat zur Folge, dass die Werkstätten einen höheren Steigerungsbetrag auszahlen können.

Hier findet ihr unser komplettes Positions-Papier Arm trotz Arbeit von der LAG Werkstatträte NRW.

Diese wichtige Forderung soll aber nur ein schneller helfender Zwischenschritt sein.
Für die Zukunft fordern wir eine Weiter-Entwicklung der Werkstätten.
Aber nur mit uns Beschäftigten mit Behinderung zusammen.
Nicht über unsere Köpfe hinweg!
Wir unterstützen die Forderung von Werkstatträte Deutschland nach einem Basis-Geld für alle Beschäftigten in Werkstätten.
Hier findet ihr Infos zum Basis-Geld von Werkstatträte Deutschland.
http://www.basisgeld-jetzt.de

Wir sind guter Hoffnung gehört zu werden.
Den Rest zeigt die Zukunft.
Wenn es neue Entscheidungen geben sollte, werden wir euch selbstverständlich auch weiterhin auf dem Laufenden halten.

Hier findet ihr noch eine Erklärung zum Entgelt und unserem Positions-Papier.

Wenn ihr Werkstatträte in NRW seid und Hilfe braucht, dann meldet euch bei uns unter: info@nrw-werkstattraete.de

Gemeinsam sind wir stark!

Der Text wurde geschrieben von Ingo Plaßmeier, Delegierter der LAG Werkstatträte NRW

Wir machen uns stark für mehr Geld

Wir finden, es muss sich was für uns Beschäftigte in Werkstätten für Menschen mit Behinderung ändern.
Für die Zukunft unterstützen wir die Forderung von Werkstatträte Deutschland e.V. nach einem Basisgeld.
Hier findet ihr mehr dazu: https://www.basisgeld-jetzt.de/

Aber:

Bis vielleicht das Basisgeld kommt, dauert es bestimmt noch mehrere Jahre.
So lange wollen und können wir nicht warten.
Deswegen fordern wir für die Zwischenzeit schon kleinere Verbesserungen für uns Beschäftigte.

Deshalb haben wir in der LAG Werkstatträte NRW unser Positionspapier Arm trotz Arbeit geschrieben.

Wir fordern unter anderem:

Das Arbeits-Förderungs-Geld von 52 Euro soll auf 178 Euro erhöht werden.
Das bedeutet: Der gesamte Grundbetrag von bald 126 Euro pro Monat plus
die 52 Euro vom jetzigen Arbeits-Förderungs-Geld werden vom Staat übernommen.
Zusätzlich soll die Begrenzung von 299 € bei der Auszahlung des Arbeits-Förderungs-Geldes aufgehoben werden.
Das hat zur Folge, dass die Werkstätten einen höheren Steigerungs-Betrag auszahlen können.

Hier findet ihr unser ganzes Positionspapier:

Gemeinsam sind wir stark !

Energie-Entlastungs-Paket: Mehr Geld für uns Beschäftigte

Alles wird teurer.
Manchmal haben wir einfach nur dieses Gefühl,
und manchmal ist das Problem tatsächlich da.
In diesen Zeiten der Energieknappheit wird jedem von uns vor Augen geführt,
wie viel miteinander zusammenhängt.
Öl und Gas sind knapp, das hat sich herumgesprochen.
Aber es fehlt auch an Getreide, an Düngemitteln und vielem mehr.
Der heimische Bauer muss nicht nur sein Vieh füttern,
sondern auch seine Felder düngen, seinen Trecker betanken.
Und schon können wir uns nur noch die Hälfte Butter leisten.
Passt das jetzt, da wir uns auch nur noch ein halbes Brot leisten können? NEIN!

Die Regierung arbeitet beizeiten langsam, aber sie arbeitet.
Und wir von der LAG Werkstatträte NRW sind sehr froh euch eine gute Nachricht mitteilen zu können.

Am 31. Mai 2022 wurde auf dem Werkstätten:Tag 2022 in Saarbrücken durch den Staatssekretär des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) Herr Dr. Schmachtenberg verkündet:
Es gibt die Energiekosten-Pauschale auch für Beschäftigte in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM).
Auch die Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM) hat die bestätigt.
Das bedeutet:
Geplant ist, dass wir Beschäftigten im Herbst 2022 einen Zuschuss in Höhe von 300 Euro bekommen.
Das Geld wird über die Werkstätten ausbezahlt.

Zusätzlich bekommen die Grundsicherungs-Empfänger im Juli auch noch eine weitere Hilfe.
Die Grundsicherungs-Empfänger bekommen im Juli zusätzlich 200 Euro.
Diese sollen dann über die Grundsicherungs-Ämter ausgezahlt werden.
Beide Zahlungen werden nicht miteinander verrechnet und sie werden auch nicht auf die Grundsicherung angerechnet.
Somit soll sichergestellt sein,
dass das Geld auch wirklich bei uns behinderten Menschen ankommt.

Wir Werkstatträte finden das erstmal eine gute Sache.

Trotzdem sollten sich in Zukunft noch mehr ändern.
Denn die Preise werden wahrscheinlich noch weiter steigen.

Ein Text von Ingo Plaßmeier, Delegierter der LAG WR NRW

Vorstands-Wahlen von Werkstatträte Deutschland

Wir haben wunderbare Nachrichten:

Vom 23. Mai 2022 bis zum 25. Mai 2022 hat die Mitglieder-Versammlung von Werkstatträte Deutschland e.V. stattgefunden.

Dabei wurde auch ein neuer Vorstand gewählt.

Die LAG WR NRW haben die beiden Kandidaten Max Haberland und Lulzim Lushtaku für den Vorstand von Werkstatträte Deutschland ins Rennen geschickt.

Am 23. Mai 2022 fand am Nachmittag die Vorstellung der insgesamt 12 Kandidaten für die Wahl zum Vorstand statt.

Max Haberland und Lulzim Lushtaku haben sich beide super vorgestellt und klar gemacht, warum sie in den Vorstand gewählt werden möchten.

Am 24. Mai 2022 fand dann die Wahl statt.

Es gab insgesamt 16 Stimmzettel.

Aus jedem Bundesland konnte nur 1 Person wählen,

es gab also für jedes Bundesland nur 1 Stimmzettel.

Man konnte aber für 5 Kandidaten stimmen, da der Vorstand aus 5 Personen besteht.

Das kennen wir ja schon aus der Wahl zum Werkstattrat.

Lulzim Lushtaku hat aus 13 Bundesländern eine Stimme bekommen und ist auf Platz 1 bei der Wahl gelandet.

Max Haberland hat leider nicht so viele Stimmen bekommen.

Wir haben deswegen folgende Rückmeldung aus den anderen Bundesländern bekommen:

Sie waren von Max Haberland und Lulzim Lushtaku total begeistert,

aber da beide aus NRW kommen,

haben sie sich leider für einen Kandidaten entscheiden müssen.

Unter folgenden Link könnt ihr euch anschauen, wer jetzt im Vorstand von Werkstatträte Deutschland ist.

Hier klicken: Neuer Vorstand bei Werkstatträte Deutschland

Ende Juni findet dann die 1. Sitzung des Vorstandes statt.

Dann wird auch ein neuer Vorsitzender des Vorstandes gewählt.

Wir können also gespannt sein, wie es weiter geht.

NRW ist auf alle Fälle weiterhin im Vorstand vertreten.

Ein Text von Tanja Lohmeier, Vorsitzende der LAG WR NRW

Werkstätten Tag 2022 in Saarbrücken

Unter dem Motto “Neue Wege gehen” stand der diesjährige Werkstätten-Tag vom 31. Mai bis 2. Juni in Saarbrücken ganz im Fokus des digitalen Wandels. Zur Begrüßung sprachen Anke Rehlinger, Ministerpräsidentin des Saarlandes, Uwe Conradt, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Saarbrücken, Dr. Rolf Schmachtenberg, Staatssekretär Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und Martin Berg, Vorsitzender BAG WfbM.
Alle waren sich einig, dass behinderte Menschen mehr Anerkennung brauchen und alle vollstes Verständnis für unsere Situation haben. 

Herr Dr. Weber präsentierte die Gewinner der Preise “exzellent:arbeit”, die Pfennigparade WKM GmbH aus München mit ihrem Arbeitsbereich „INCLU Skateboards“ und “exzellent:bildung”, die Lebenshilfe – Werkstätten Leverkusen/Rhein-Berg gGmbH mit ihrem Gewaltschutzkonzept mit dem Titel „Hinsehen – Achtsam sein – Gemeinsam stark!“

Im Programm wurden etwa 50 Fachvorträge für die Besuchenden angeboten, aus denen  sich bis zu 3 Vorträge für jeden Besuchender wählen ließen. Selbstverständlich war die LAG Werkstatträte NRW auch mit  mehreren Delegierten vertreten. Teilweise sogar als Referent zu  bestimmten Themen. Frank Szypior stellte zum Beispiel zur Diskussion, ob Werkstatträte bei Bewerbungs-Gesprächen vom Fachpersonal anwesend sein sollten.

Ergänzt wurden die Vorträge durch die Ausstellung “Digitaler Wandel in den Werkstätten” in der Congress-Halle Saarbrücken.
Die Ausstellung beinhaltete von Assistenz-Robotern bis zu Augmented-Reality-Brillen diverse technische Innovationen und anderen Neuigkeiten. Eine Augmented-Reality-Brille bedeutet, dass man alle zu erledigenden Arbeitsschritte am Arbeitsplatz wie vor einem projiziert oder gezeigt werden. Das ist Arbeiten in Zukunft finden wir.

Der nächste Werkstätten Tag findet 2024 in Lübeck statt.

 Text von Ingo Plaßmeier, Delegierter der LAG Werkstatträte NRW

Einen Film von Sascha Mysliwec, Delegierter der LAG Werkstatträte NRW mit Einblicken in den Werkstätten-Tag gibt es auf Youtube:

https://youtu.be/UknCVv0eo4o

Es sind auf dem Bild links Sascha Mysliwec zu sehen und rechts Ingo Plassmeier.

Netzwerk-Tagung der Werkstatträte und Frauenbeauftragten der Werkstätten

      

Am vergangenen Mittwoch lud die Landesbehinderten- und -patienten-Beauftragte Claudia Middendorf zur landesweiten Netzwerk-Tagung der nordrhein-westfälischen Werkstatträte und Frauenbeauftragte der Werkstätten nach Düsseldorf ein.

Knapp 350 Gäste folgten der Einladung und diskutierten mit ihr über aktuelle landespolitische Themen, die Entgeltsituation in Werkstätten und die Arbeit der Frauenbeauftragten.

Insbesondere wurde über die Rechte der Frauenbeauftragten und die Selbstbestimmung von weiblichen Mitarbeiterinnen in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen gesprochen.

Nach einer kurzen Einführung durch Claudia Middendorf stellte die Vorsitzende der LAG Werkstatträte Tanja Lohmeier das Positionspapier „Arm statt Arbeit“ vor, mit dem sich die Werkstatträte für eine bessere Bezahlung der Beschäftigten einsetzen.

Im weiteren Verlauf berichteten Nicole Burek vom Vorstand des Bundes-Netzwerkes für Frauen-Beauftragte in Einrichtungen und Marie-Luise Schulze-Jansen vom Referat Behindertenhilfe des Caritasverbandes des Erzbistums Paderborn über die Arbeit der Frauenbeauftragten in Werkstätten.

Außerdem informierten Elena Doudis und Ronja Runge über das Projekt SiStaS (Sicher. Stark. Selbstbestimmt) für Frauen-Beauftragte in Nordrhein-Westfalen und Dr. Rosa Schneider über die inklusive Weiterbildung „WenDo“, die sich mit den Themen Selbstbehauptung und Selbstverteidigung befasst.

Claudia Middendorf, die Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten, sagte danach:

„Mir war es ein persönliches Anliegen, den Werkstatträten und Frauenbeauftragten eine Wertschätzung für ihre Arbeit entgegenzubringen und ihnen zu zeigen, dass ihre Anliegen ernst genommen werden. Ich freue mich, dass so viele Gäste meiner Einladung gefolgt sind. Den gemeinsamen Dialog und die Netzwerkarbeit mit den Werkstatträten und Frauenbeauftragten halte ich für besonders wichtig. Sie sind die Mitarbeitervertretungen der Menschen mit Behinderungen in Werkstätten. Ich freue mich, dass sie zunehmend in die betrieblichen Entscheidungen der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen eingebunden werden und hoffe, dass ihr Einfluss noch weiter zunehmen wird.“

Der Werkstattrat ist die Interessenvertretungen ähnlich wie der Betriebsrat der Beschäftigten im Arbeitsbereich der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen. In NRW gibt es insgesamt 118 Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Weitere Informationen dazu finden Sie unter http://www.werkstatträte-deutschland.de/.

Dieser Text kommt aus dem Büro von Claudia Middendorf.

Die Rechte des Fotos liegen bei Claudia Middendorf.

Auf dem Foto sind folgende Personen zu sehen (von links nach rechts): Claudia Middendorf (Landesbeauftragte), Thomas Lück (MAGS NRW), Ronja Runge und Elena Doudis (NetzwerkBüro Frauen und Mädchen mit Behinderung), Kim Siekierski (MAGS NRW), Dr. Rosa Schneider (Zentrum für inklusive Bildung und Beratung), Tanja Lohmeier (Vorsitzende der LAG Werkstatträte), Marie-Luise Schulze-Jansen (Caritasverband für das Erzbistum Paderborn), Nicole Burek (Bundes-Netzwerkes für Frauen-Beauftragte in Einrichtungen) und Theresa Ehlen (Geschäftsstelle der LAG Werkstatträte)

Die Rechte an dem Fotos liegen bei Claudia Middendorf.

Volle Kraft voraus in die Zukunft – Werkstatträte in NRW haben viel vor

Voller Vorfreude und Energie trafen sich die 17 neu gewählten Delegierten der LAG Werkstatträte NRW bei strahlendem Sonnenschein bei der konstituierenden Sitzung
am 24. März 2022 in Kamen und tauschten sich mit verschiedenen wichtigen Gästen zu politischen Themen aus. Zur Erklärung: Werkstatträte vertreten die Beschäftigten in den Werkstätten für behinderte Menschen (kurz WfbM). Das ist so ähnlich wie Betriebsräte oder Mitarbeiter-Vertretungen für das Personal.
Tanja Lohmeier begrüßte als noch amtierende Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte NRW (LAG Werkstatträte NRW) die Anwesenden aus Politik und Verbänden sowie die neuen Delegierten.
Es gab einen Ausblick auf die kommenden Aufgaben und Herausforderungen der neuen Amtszeit. Hierbei legte sie ihr Augenmerk auf die Themen der Entgelt-Reform, sowie den Erhalt und die Wichtigkeit der Werkstätten.
Dabei sollten alle weiteren gesellschaftspolitischen Themen,
die nicht direkt mit der Werkstatt-Landschaft zu tun haben, im Blick behalten werden.
An dieser Stelle hatte die LAG Werkstatträte NRW als Zeichen des Friedens für die Ukraine
alle Menschen, die in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) in NRW arbeiten, zu einer Schweigeminute eingeladen, dies sind mehr als 90.000 Menschen.
Im Anschluss an die Schweigeminute richteten Frau Middendorf, Beauftragte für Menschen mit Behinderung und Patientinnen und Patienten in NRW, Herr Lück aus dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW, Herr Dr. Weber der LAG WfbM NRW, Herr Baar aus dem LWL mit Herrn Bauch aus dem LVR sowie Frau Schulze-Jansen von den Wohlfahrtsverbänden ihre Grußworte an die Anwesenden.
Sie stellten nochmal ganz deutlich klar,
dass die Werkstätten auch in der Zukunft ihr Daseinsrecht behalten werden.
Natürlich muss der Weg auf den normalen Arbeitsmarkt immer möglich sein.
Es kommt aber nicht darauf an, FÜR oder GEGEN einen Werkstatterhalt zu sein,
sondern das Wohl und Glück des einzelnen Menschen im Mittelpunkt zu behalten.
Der Wunsch des einzelnen Menschen sollte immer an oberster Stelle stehen
und respektiert werden.

Ein wichtiger Aspekt der Grußbotschaften beschäftigte sich mit dem Thema Entgelt in den Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM).
Alle waren sich einig, dass eine gerechte Entgeltreform möglichst schnell kommen muss.
Dazu sind verschiedene Ideen im Gespräch.
Die LAG Werkstatträte NRW spricht sich gegen den Mindestlohn aus und unterstützt die Forderung von Werkstatträte Deutschland e.V. für ein Basisgeld.
Hierfür macht sich die neue LAG Werkstatträte NRW mit ihrem frisch gewählten Sprecherrat, der aus Tanja Lohmeier (Vorsitzende), Anja Kott und Jürgen Kröger besteht, mit Herzblut und aller ihr zur Verfügung stehenden Unterstützung in der Politik stark.

Alle sind voller Tatendrang und Energie
und freuen sich endlich los zulegen.

Von links nach rechts: Anja Kott, Jürgen Kröger, Tanja Lohmeier (Vorsitzende)
Die neue LAG Werkstatträte NRW mit Claudia Middendorf, Thomas Lück, Michael Weber, Hartmut Baar, Olaf Bauch, Marie-Luise Schulze-Jansen

Schweige-Minute für Frieden auf der Welt

Liebe Werkstatträte, liebe Vertrauenspersonen,
Liebe Werkstatt-Beschäftigte,
Liebe Mitarbeiter der Werkstätten,

wir sind betroffen von den vielen schlimmen Nachrichten, die uns erreichen.

Wir sind voller Mitgefühl für alle Menschen,
die durch den Krieg in der Ukraine liebe Menschen, ihr Zuhause oder auch ihr Leben verloren haben.

Wir laden Euch und Sie ein,
gemeinsam mit uns am
Donnerstag, 24. März 2021 um 11:05 Uhr
eine Schweige-Minute einzulegen und für Frieden auf der Welt zu bitten.

Die neue Landes-Arbeits-Gemeinschaft der Werkstatträte NRW wird am 24. März ihre konstituierende Sitzung haben.
Deswegen ist die Uhr-Zeit ungewöhnlich.

Wir wünschen allen in dieser schwierigen Zeit viel Kraft.

Eure Landes-Arbeits-Gemeinschaft der Werkstatträte NRW

Vier besondere Jahre unseres Lebens

Im Jahr 2018 begann unsere Amtszeit mit der 1. Sitzung im Landtag NRW in Düsseldorf.

Wir sind gestartet mit vielen neuen Ideen und einer großen Motivation etwas für unsere Kollegen zu erreichen. Eines unserer Ziele war, ein eigenes Budget oder Geld für die LAG Werkstatträte zu bekommen, um unsere Arbeit unabhängiger und selbständiger zu gestalten.

2019 war es endlich soweit.

Im Rahmen unserer Verhandlungen mit LWL und LVR haben wir uns durchgesetzt und die LAG Werkstatträte hat eine eigene Finanzierung und Geschäftsstelle mit Mitarbeiterinnen erhalten.

Im gleichen Jahr haben wir in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk RWL und dem Paritätischem NRW das Werkstatträte-Projekt beendet und einen Ratgeber für Werkstatträte von Werkstatträten veröffentlicht. Der Ratgeber wurde von uns auf einem Werkstatträte-Fachtag in Münster verteilt.

Im Laufe der Zeit wurden wir in immer mehr wichtigen Gremien und Arbeitskreisen beteiligt. Die Vernetzung mit der Politik konnten wir sehr verbessern. 

Während unserer  ganzen Amtszeit haben wir uns für ein besseres Entgelt stark gemacht und unser eigenes Positions-Papier Arm trotz Arbeit erstellt und verschiedenen Menschen aus der Politik vorgelegt. Gemeinsam mit euch Werkstatträten wurde eine Aktion dazu durchgeführt.

Unsere eigene Internetseite verbesserten wir in dieser Zeit.

Wie für alle Menschen auf der Welt war auch für uns Corona ein einschneidendes Erlebnis. Von heute auf morgen mussten wir unsere Arbeit umstellen. Und das auch noch während dem Betretungs-Verbot für Werkstätten. Wir haben viel telefoniert und viele Videokonferenzen gehalten. Das hat unsere Zusammenarbeit stark verändert. Die LAG Werkstatträte hatte in dieser schwierigen Zeit die Interessen von allen Beschäftigten im Blick. Zusammen haben wir unser Bestes getan, damit wir alle gut und gesund durch die Corona-Zeit kommen.

Zum Beispiel:

  • Neue Infos wurden so schnell es geht an alle Werkstatträte weiter gegeben.
  • Regelmäßige Online-Werkstatträte-Konferenzen für alle Werkstatträte durchgeführt. 

Hierbei haben wir uns vor allem für Impfungen in Werkstätten stark gemacht.

Im letzten Jahr haben wir uns von unserer geschätzten langjährigen Vorsitzenden Ute Wegner verabschiedet, 

die nach Berlin gezogen ist. Tanja Lohmeier trat im Juli 2021 ihre Nachfolge an.

Leider konnten wir unser 10-jähriges Jubiläum nicht wie geplant in Münster mit euch Werkstatträten feiern. Unser 10-jähriges Bestehen haben wir dann im Rahmen einer 4-tägigen Online-Werkstatträte-Konferenz mit Vorträgen und Gesprächs-Runden gebührend gefeiert.

An dieser Stelle wollen wir uns bei allen Werkstatträten und anderen wichtigen Partnern für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vergangenen 4 besonderen Jahren bedanken. Wir wünschen allen Delegierten der LAG Werkstatträte 2022 bis 2026 NRW viel Freude, Kraft und Erfolg bei ihrer Arbeit in den kommenden 4 Jahren.

Wir sagen Tschüss und auf Wiedersehen !

Und nicht vergessen:

Nichts über uns ohne uns und gemeinsam sind wir stark!

Unser Magazin NEUES !!! 3

Liebe Besucher,

Es freut uns, dass ihr die Internet-Seite der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte NRW besucht.

Kurz LAG Werkstatträte NRW.

Wenn Ihr schon immer mal wissen wolltet, was die LAG der Werkstatträte so macht, dann habt Ihr jetzt Gelegenheit in unserem Magazin „Neues!!! der LAG Werkstatträte NRW“ zu stöbern.

Bitte hier klicken:

Dieses Magazin erscheint mehrmals im Jahr.

Viel Spaß beim Lesen wünscht die LAG der Werkstatträte NRW.

Geschrieben von Sascha Mysliwec, Delegierter der LAG Werkstatträte NRW