Vier besondere Jahre unseres Lebens

Im Jahr 2018 begann unsere Amtszeit mit der 1. Sitzung im Landtag NRW in Düsseldorf.

Wir sind gestartet mit vielen neuen Ideen und einer großen Motivation etwas für unsere Kollegen zu erreichen. Eines unserer Ziele war, ein eigenes Budget oder Geld für die LAG Werkstatträte zu bekommen, um unsere Arbeit unabhängiger und selbständiger zu gestalten.

2019 war es endlich soweit.

Im Rahmen unserer Verhandlungen mit LWL und LVR haben wir uns durchgesetzt und die LAG Werkstatträte hat eine eigene Finanzierung und Geschäftsstelle mit Mitarbeiterinnen erhalten.

Im gleichen Jahr haben wir in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk RWL und dem Paritätischem NRW das Werkstatträte-Projekt beendet und einen Ratgeber für Werkstatträte von Werkstatträten veröffentlicht. Der Ratgeber wurde von uns auf einem Werkstatträte-Fachtag in Münster verteilt.

Im Laufe der Zeit wurden wir in immer mehr wichtigen Gremien und Arbeitskreisen beteiligt. Die Vernetzung mit der Politik konnten wir sehr verbessern. 

Während unserer  ganzen Amtszeit haben wir uns für ein besseres Entgelt stark gemacht und unser eigenes Positions-Papier Arm trotz Arbeit erstellt und verschiedenen Menschen aus der Politik vorgelegt. Gemeinsam mit euch Werkstatträten wurde eine Aktion dazu durchgeführt.

Unsere eigene Internetseite verbesserten wir in dieser Zeit.

Wie für alle Menschen auf der Welt war auch für uns Corona ein einschneidendes Erlebnis. Von heute auf morgen mussten wir unsere Arbeit umstellen. Und das auch noch während dem Betretungs-Verbot für Werkstätten. Wir haben viel telefoniert und viele Videokonferenzen gehalten. Das hat unsere Zusammenarbeit stark verändert. Die LAG Werkstatträte hatte in dieser schwierigen Zeit die Interessen von allen Beschäftigten im Blick. Zusammen haben wir unser Bestes getan, damit wir alle gut und gesund durch die Corona-Zeit kommen.

Zum Beispiel:

  • Neue Infos wurden so schnell es geht an alle Werkstatträte weiter gegeben.
  • Regelmäßige Online-Werkstatträte-Konferenzen für alle Werkstatträte durchgeführt. 

Hierbei haben wir uns vor allem für Impfungen in Werkstätten stark gemacht.

Im letzten Jahr haben wir uns von unserer geschätzten langjährigen Vorsitzenden Ute Wegner verabschiedet, 

die nach Berlin gezogen ist. Tanja Lohmeier trat im Juli 2021 ihre Nachfolge an.

Leider konnten wir unser 10-jähriges Jubiläum nicht wie geplant in Münster mit euch Werkstatträten feiern. Unser 10-jähriges Bestehen haben wir dann im Rahmen einer 4-tägigen Online-Werkstatträte-Konferenz mit Vorträgen und Gesprächs-Runden gebührend gefeiert.

An dieser Stelle wollen wir uns bei allen Werkstatträten und anderen wichtigen Partnern für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vergangenen 4 besonderen Jahren bedanken. Wir wünschen allen Delegierten der LAG Werkstatträte 2022 bis 2026 NRW viel Freude, Kraft und Erfolg bei ihrer Arbeit in den kommenden 4 Jahren.

Wir sagen Tschüss und auf Wiedersehen !

Und nicht vergessen:

Nichts über uns ohne uns und gemeinsam sind wir stark!

Unser Magazin NEUES !!! 3

Liebe Besucher,

Es freut uns, dass ihr die Internet-Seite der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte NRW besucht.

Kurz LAG Werkstatträte NRW.

Wenn Ihr schon immer mal wissen wolltet, was die LAG der Werkstatträte so macht, dann habt Ihr jetzt Gelegenheit in unserem Magazin „Neues!!! der LAG Werkstatträte NRW“ zu stöbern.

Bitte hier klicken:

Dieses Magazin erscheint mehrmals im Jahr.

Viel Spaß beim Lesen wünscht die LAG der Werkstatträte NRW.

Geschrieben von Sascha Mysliwec, Delegierter der LAG Werkstatträte NRW

Die Arbeit als Delegierter bei der Landes-Arbeits-Gemeinschaft der Werkstatträte NRW

In der letzten Zeit hat die Landes-Arbeits-Gemeinschaft der Werkstatträte NRW wegen den Wahlen des Werkstattrates viele Fragen bekommen. Dabei waren auch Fragen, die sich rund um die Arbeit als Delegierter bei der LAG WR NRW beschäftigen. Diese wollen wir sehr gerne in diesem Artikel beantworten.

Frage:

Wie werde ich Delegierter bei der LAG WR NRW?

Antwort:

Die Wahlen für die Delegierten zur LAG WR NRW finden in den Jahresversammlungen der einzelnen Wohlfahrts-Verbände bis Ende Februar statt. Ende Februar des Folgejahres nach den Wahlen zum Werkstattrat müssen die neu gewählten Delegierten dem Sprecherrat der LAG WR NWR bekannt gegeben werden. Hierzu haben wir auch einen kleinen Film gedreht. 

Frage:

Wie oft treffen sich die Delegierten?

Antwort:

Die Delegierten treffen sich ca. 6-mal im Jahr zu einer Delegiertenversammlung, also alle 2 Monate. Manchmal sind es Video-Konferenzen, manchmal sind es Sitzungen vor Ort. Zu einem bestimmten Thema kann es auch eine Sondersitzung geben. 1-mal im Jahr treffen sich die Delegierten zu einer Klausurtagung für 3 Tage.

Frage:

Wie stark kann man in die Arbeit eingebunden werden und wird das für gewöhnlich nach Themenfeldern besetzt?

Antwort:

Das liegt an dem Delegierten und welche Themen ihm wichtig sind. Es gibt verschiedene Arbeitskreise in der LAG WR NRW, wo man mitarbeiten kann.

Frage:

Wie sieht es mit einer Freistellung für die Arbeit als Delegierter von Seiten der Werkstätten aus?

Antwort:

Die Werkstatt muss den Delegierten für die Arbeit in der LAG WR NRW freistellen, da es die Arbeit als Werkstattrat auf Landesebene betrifft.

Frage:

Bekommt man Reisekosten erstattet oder verbleiben die Kosten bei den jeweiligen Werkstätten?

Antwort:

Die Kosten für die Arbeit in der LAG WR NRW für den Delegierten werden von der LAG WR NRW bezahlt. Die Kosten für die Vertrauensperson muss die Werkstatt bezahlen. So wurde es mit den Kostenträgern, also den Landschaftsverbänden verhandelt.

Geschrieben von Lulzim Lushtaku, Delegierter der LAG WR NRW

Film: Wie wird man Delegierter?

1. Europäische Entlohnungskonferenz

Hier findet ihr einen kleinen Film von Sascha Mysliwec zur 1. europäischen Entlohnungs-Konferenz der Landesarbeitsgemeinschaften der Werkstatträte und WfbM Saarland.

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Arm trotz Arbeit

Die Landes-Arbeits-Gemeinschaft der Werkstatträte NRW hat sich seit längerer Zeit
intensiv mit der Frage einer gerechten Entlohnung für die Beschäftigten in einer
Werkstatt für Menschen mit Behinderung auseinander gesetzt.
Hierbei ging leider hervor, dass viele von uns Beschäftigten in der Werkstatt
oftmals von einer unsichtbaren, greifbaren täglichen Armut betroffen sind,
obwohl die meisten von uns jeden Tag einer Arbeit in der Werkstatt nachgehen.
Beispielweise sind wir gezwungen immer billige Lebensmittel, Kleidung und vieles
mehr zu kaufen.
Deshalb fordern wir als Landes-Arbeits-Gemeinschaft der Werkstatträte NRW mit
unserem Positionspaper Arm trotz Arbeit unter anderem:

  1. Alle Beschäftigten in der Werkstatt müssen gleichbehandelt werden.
    Keine Unterscheidung zwischen
    Erwerbminderungs-Rentnern und Grundsicherungs-Empfängern.
  2. Das Arbeits-Förderungs-Geld von 52 Euro soll auf 171 Euro erhöht werden.
    Das bedeutet: Der gesamte Grundbetrag von bald 119 Euro pro Monat plus
    die 52 Euro vom jetzigen Arbeits-Förderungs-Geld werden vom Staat
    übernommen.
    Zusätzlich soll die Begrenzung von 299 € bei der Auszahlung
    des Arbeits-Förderungs-Geldes aufgehoben werden.
    Das hat zur Folge, dass die Werkstätten einen höheren Steigerungsbetrag
    auszahlen können.
    Mehr können Sie hier in unserem Positionspapier nachlesen.https://nrw-werkstattraete.de/wp-content/uploads/2021/09/2021-Positions-Papier-Arm-trotz-Arbeit-der-LAG-WR-NRW.pdf
  3. Auch wenn die Bundesregierung derzeit das Entgelt-System in WfbM untersucht,
    fordern wir kurzfristige Verbesserungen für alle Beschäftigten.
    Wir haben unser Positionspapier an viele Politiker und wichtige Personen in NRW
    versendet.
    Damit möglichst viele Menschen von unserem Positionspapier hören,
    haben wir alle Werkstatträte in NRW aufgerufen,
    das Positionspapier an ihre Politiker in ihrem Wahlkreis und weitere wichtige
    Personen zu versenden.
    Wer auch mitmachen möchte:
    bitte schreibt uns an info@nrw-werkstattraete.de

Geschrieben von Lulzim Lushtaku, Delegierter der LAG WR NRW

Entgelt in den Werkstätten

Wir bekommen immer wieder Fragen zum Entgelt in den Werkstätten für Menschen mit Behinderung.

Hier wollen wir euch das Entgelt und wie es sich zusammen setzt erklären und informieren.

Es gibt 3 Säulen, aus dem das Entgelt entsteht:

1)  Grundbetrag 

Der Grundbetrag ist ein Mindestentgelt, dass jeder Beschäftigte unabhängig von seiner Leistungsfähigkeit erhält. Es liegt 2021 bei 99 Euro im Monat und wird am 01.01.2022 auf 109 € erhöht.

2)  Arbeitsförderungsgeld (kurz Afög)

Der Werkstattbeschäftigte bekommt ein Afög. Dieses wird vom zuständigen Rehabilitationsträger zusätzlich zu den Vergütungen an die Werkstätten gezahlt. Das Afög liegt aktuell bei 52 Euro. Afög erhalten grundsätzlich alle Beschäftigten, unabhängig von ihrer Leistungsfähigkeit, jedoch nur, wenn deren Arbeitsentgelt zusammen mit dem Arbeitsförderungsgeld den Betrag von 351 Euro nicht übersteigt.


3) Steigerungsbetrag
Das Gesetz gibt vor, dass den Beschäftigten ein ihrer Leistung angemessenes Arbeitsentgelt bezahlt wird. Deshalb tritt neben dem leistungsunabhängigen Grundbetrag ein leistungsabhängiger Steigerungsbetrag. Der Steigerungsbetrag bemisst sich nach der individuellen Arbeitsleistung der Menschen mit Behinderung, insbesondere unter Berücksichtigung von Arbeitsmenge und Arbeitsgüte. 

Ihr könnt dazu unter folgenden Link einen Film abrufen, der das Entgelt einfach erklärt.www.bagwfbm.de/page/entgelte_und_einkommen

Aktion Schichtwechsel in NRW

Die Aktion Schichtwechsel ist eine Idee von Werkstatträte Berlin und der LAG WfbM Berlin.
Seit 2019 gibt es die Aktion Schichtwechsel in ganz Deutschland.

Für einen Tag tauschen Mitarbeitende aus Unternehmen ihren Arbeitsplatz mit Beschäftigten aus Werkstätten.
Damit sollen Barrieren im Kopf abgebaut werden.

Am 16. September 2021 ist die Aktion Schichtwechsel!
Es kann aber auch an einem anderen Tag stattfinden.
Die Aktion ist für jeden freiwillig.

Hier findet ihr ein Faltblatt und ein Infoblatt.
Wer Interesse hat, kann sich bei der Bundes-Arbeits-Gemeinschaft der Werkstätten melden.

Mehr Infos findet ihr hier:
https://www.bagwfbm.de/page/schichtwechsel

Einladung zur Schweige-Minute am 22. Juli um 9:00 Uhr

Liebe Kollegen,

Wir sind betroffen von den vielen schlimmen Nachrichten, die uns erreichen.

Wir trauern und sind voller Mitgefühl für alle Menschen und Kollegen in ganz NRW und Rheinland-Pfalz,

die liebe Menschen oder ihr Zuhause verloren haben.

In Gedanken sind wir bei Euch.

Wir wollen gemeinsam innehalten und
eine gemeinsame Schweige-Minute am Donnerstag, 22. Juli 2021 um 9:00 Uhr einlegen,
um allen Opfern der Hochwasser-Katastrophe zu gedenken
.

Wir wünschen euch in dieser schwierigen Zeit viel Kraft.

Eure Landes-Arbeits-Gemeinschaft der Werkstatträte NRW

Werkstattrats-Wahlen in Zeiten der Corona-Krise

Große und wichtige Ereignisse werfen ihre Schatten immer voraus.
Das spüren gerade auch wir Werkstatträte.
Wir beschäftigen uns momentan mit vielen Fragen rund um die Wahlen des Werkstattrats und der Frauenbeauftragten.


Wie können wir in Zeiten von Corona wählen?
Wir von der Landes-Arbeits-Gemeinschaft der Werkstatträte in NRW (LAG WR NRW) haben zum Thema Wahlen des Werkstattrates,
sowie der Frauenbeauftragten die im Zeitraum vom 1. Oktober – 30. November 2021 stattfinden,
folgende wichtige Neuigkeiten für euch.


Am 22. April 2021 wurde im Deutschen Bundestag das Teilhabe-Stärkungsgesetz verabschiedet.
Im neuen § 40b WMVO wird dem Wahl-Vorstand jetzt die Möglichkeit gegeben,
seine Stimmen-Abgabe auch per Brief-Wahl abzugeben.
Alle bekannten Regeln im Zusammenhang mit der Wahl bleiben bestehen
und sind in der WMVO genauestens erklärt und an dieser Stelle auch nochmals nachzulesen.

https://www.bmas.de/DE/Service/Gesetze-und-Gesetzesvorhaben/teilhabestaerkungsgesetz.html

Außerdem stellen sich viele Werkstatträte bei der Vorbereitung der Wahlen momentan die Frage,
wie denn ein Wahlkampf unter Corona Bedingungen genau aussehen kann.
Hierzu haben wir von der LAG WR NRW uns schon einige Gedanken gemacht.
Hier nun einige Beispiele für einen möglichen Wahlkampf im Alltag.
Jeder Kandidat kann sich mit Hilfe eines Fragebogens vorstellen.
Die Fragebögen werden dann in der Werkstatt-Zeitung veröffentlicht oder es wird ein Werbe-Faltblatt erstellt.


Mit freundlichen Grüßen und bleibt gesund
Lulzim Lushtaku


Wechsel im Sprecherrat der LAG der Werkstatträte in NRW

Im Sprecherrat der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte in NRW (LAG WR NRW) gibt es einen Wechsel.

Jürgen Linnemann hat am 25. März 2021 sein Amt als Mitglied im Sprecherrat der LAG WR NRW niedergelegt.
Jürgen war 11 Jahre lang Mitglied im Sprecherrat der LAG WR NRW.
Er bleibt aber Delegierter in der LAG WR NRW.

Vielen Dank für Deinen Einsatz in den letzten Jahren für alle Werkstatträte in NRW!

Nach der letzten Wahl zum Sprecherrat der LAG WR NRW ist Tanja Lohmeier die nächste Person mit den meisten Stimmen auf der Wahl-Liste.
Tanja wurde gefragt: Übernimmst du das Amt im Sprecherrat der LAG WR NRW?
Sie hat Ja gesagt.
Tanja Lohmeier rückt also mit sofortiger Wirkung in den Sprecherrat der LAG WR NRW nach.

Auf gute Zusammenarbeit!